Gemeinde und Polizei warnen: Gefährliche Puff-Bars unter Kindern und Jugendlichen

Die Gemeinde Tønder und die Polizei haben eine Zusammenarbeit gestartet, um Kinder und Jugendliche vor illegalen Puff-Bars zu schützen.

Puff-Bars sind Einweg-E-Zigaretten, die oft mit bunten Designs und fruchtigen Geschmacksrichtungen beworben werden, was sie besonders attraktiv für junge Menschen macht. Diese Art von Puff-Bars ist illegal. Das gilt auch für Puff-Bars, die einen Nikotingehalt über dem erlaubten Wert haben.

Das Gesundheitsamt warnt davor, dass neben dem stark süchtig machenden Nikotin auch einige Puff-Bars gefährliche berauschende Substanzen wie Ketamin, Opioide und Morphin enthalten können, ohne dass dies auf der Verpackung angegeben ist. Diese Art von Puff-Bars ist ebenfalls illegal und kann eine ernsthafte Gesundheitsgefahr für Kinder und Jugendliche darstellen, da die Substanzen akute Vergiftungen verursachen und langfristige Schäden verursachen können.

Die Polizei ermittelt derzeit mehrere Fälle in der Gemeinde Tønder, bei denen mögliche Vergiftungen nach dem Gebrauch von Puff-Bars aufgetreten sind.

Appell an Eltern

Die Gemeinde Tønder und die Polizei fordern Eltern auf, auf die Aktivitäten ihrer Kinder zu achten, sowohl online als auch im täglichen Leben. Der Kauf und Verkauf von illegalen Puff-Bars kann an vielen Orten vereinbart werden, ebenso wie die Bezahlung entweder direkt in bar oder online z.B. über MobilePay erfolgen kann. Eine erhöhte Aufmerksamkeit der Eltern kann dazu beitragen, den Kauf gefährlicher Produkte zu erkennen und zu verhindern.

„Wenn wir zusammenstehen – von Schulen über Gemeinde, Polizei bis hin zu Eltern -, können wir besser verhindern, dass Kinder und Jugendliche in gefährliche Situationen geraten. Es geht darum, Wissen zu teilen und zu handeln, wenn wir Anzeichen von Unwohlsein oder Risikoverhalten sehen“, sagt Vizepolizeiinspektor Henning Marcussen von der Polizei Süd- und Nordschleswig.

Informationsveranstaltungen und Prävention

Im Rahmen der Maßnahmen werden Informationsveranstaltungen an Schulen und Bildungseinrichtungen verstärkt. Diese Treffen richten sich an Kinder, Jugendliche und ihre Eltern und sollen ein großes Verständnis dafür schaffen, wie man gefährliche Situationen vermeidet und sich vor schädlichen Einflüssen schützt.

Im Rahmen des Lokalråd Plus, einem operativen Gremium bestehend aus Vertretern von Polizei, SSP, Jugendzentren sowie dem Bereich Kinder und Familie, wird außerdem untersucht, ob mehr Wissen auf diesem Gebiet gesammelt werden kann. Ziel ist es zu prüfen, ob weitere Maßnahmen zur Prävention ergriffen werden können, um den Einsatz gegen den Gebrauch von illegalen Puff-Bars unter Jugendlichen zu verstärken.

„Wir tragen gemeinsam Verantwortung für unsere Kinder und Jugendlichen. Durch die Information und Schulung von Eltern und Fachleuten können wir einen echten Unterschied machen. Die Zusammenarbeit mit der Polizei ist ein wichtiger Schritt, um sichere Rahmenbedingungen für unsere Kinder zu schaffen“, sagt Grethe H. Nielsen, Direktorin der Gemeinde Tønder.

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